Quidditch verbindet

Integrativer Begegnungstag von JTG und Papst Benedikt Schule

 

Zum krönenden Abschluss des laufenden Schuljahres setzte das „Gesund(t)erstufe“-Team des Johannes-Turmair-Gymnasiums am vergangenen Dienstag noch einen sportlichen Höhepunkt und lud zu einem ganz besonderen Begegnungsprojekt von behinderten und nichtbehinderten Schülern sowie deren Eltern ein. Gemeinsam mit ihren Kolleginnen Kathrin Oßwald und Sandra Leitl von der Papst Benedikt Schule für Körperbehinderte veranstalteten Sport-Fachbetreuerin Andrea Silbernagl und Unterstufenbetreuer Markus Sabinsky ein „Integratives Quidditch-Turnier“ für 5. und 6. Klassen beider Schulen in der Dreifachturnhalle am Peterswöhrd. Wohl nur noch wenige Nichteingeweihte werden hier einer näheren Erklärung bedürfen: Quidditch ist die bekannteste Sportart in der Zauberwelt der „Harry Potter“-Romane der britischen Bestsellerautorin Joanne K. Rowling. Man spielt sie normalerweise auf Besen fliegend hoch oben in der Luft; freilich aber wurde das Ballspiel in diesem Fall für die Muggel-Welt angepasst. So verzichteten die kleinen Zauberer etwa auf fliegende Besen, gefährliche Höhen, Fouls durch Zaubersprüche usw. Aber selbstverständlich gab es auch hier allerlei magische Utensilien, eine zauberhafte Dekoration und tobende Fans, die den Sportlern im Turnier die nötige Unterstützung gaben. Nachdem der Feuerkelch zuvor die aus jeweils drei behinderten und nichtbehinderten Spielern bestehenden Mannschaften bestimmt, Professor Dumbledore (alias OStD Hermann Achmann) und Phileas Black (alias  SoR Klaus Welsch) die anwesenden Kinder und Eltern begrüßt und die vier Hauslehrer von Gryffindor, Slytherin, Ravenclaw und Hufflepuff ihre Schützlinge in die Regeln eingeweiht hatten, konnte das magische Turnier beginnen. In zehn Begegnungen versuchten die Teams zwei verschiedene Bälle, den fußballgroßen Quaffel und den wendigen Klatscher, durch von der Hallendecke baumelnde Reifen zu werfen und den goldenen Schnatz, einen wild umherhüpfenden Gummiball, zu ergattern bzw. die Gegner am Punkten zu hindern. Nach beeindruckenden Szenen auf den zwei Spielfeldern siegte schließlich das Team „Slytherin I“ und wurde unter tosendem Applaus und Jubel bei der abschließenden Siegerehrung gefeiert. Jeder Teilnehmer erhielt darüber hinaus eine aufwändig gestaltete Urkunde mit der „echten“ Unterschrift eines Beauftragten des Zauberei-Ministeriums. Und nicht nur für die teilnehmenden behinderten und nichtbehinderten Sportler war das Quidditch-Turnier ein voller Erfolg; auch die Initiatoren freuen sich über eine erfolgreiche Fortsetzung der Kooperation beider Schulen. Die Ziele der Veranstaltung, das gegenseitige Kennenlernen sowie das Erleben von Spaß und Freude im Rahmen von sportlicher Betätigung und geselligem Beisammensein, wurden in vollem Umfang erreicht. Das Quidditch-Turnier wird Schülern, Lehrkräften und Eltern sicher als ein geglückter Schritt in Richtung zu mehr Toleranz und Respekt vor dem Anderen in Erinnerung bleiben.