Teambildungstage in Furth im Wald

Gleich nach der Ankunft erwartete uns die erste Aufgabe. Nur wenn die Klasse zusammen arbeitete, konnten wir Schüler es schaffen, die Schlüssel zu den Zimmern erlangen. Nacheinander meisterten beide Klassen das Spiel mit Bravour und wir durften unsere Zimmer beziehen.
Wenige Minuten später – und nach einer stärkenden Mahlzeit – wurde es Zeit für das zweite Spiel. Aufgeteilt in vier Gruppen mit jeweils fünf Personen, ausgestattet mit Brettern, Seilen und Reifen, wagten wir uns voller Elan an den Versuch ein Floß zu bauen. Nach einigen Anfangsschwierigkeiten hatten wir den Dreh raus und selbst die Sonne beehrte uns jetzt mit ihrem Anblick. Als endlich auch das letzte Team fertig war, durften wir auf den See und erfuhren unsere Belohnung: Auf der Prinzeninsel, die mitten im Drachensee liegt, war nämlich für jedes Team eine Prinzenrolle versteckt. Sofort entbrannte ein Wettbewerb, wer zuerst bei der Insel sein würde. Als schließlich alle eine Packung hatten, ließen wir uns einfach treiben. Viel zu schnell verging die Zeit und schon mussten wir wieder zurück paddeln. Aber wie sollte es anders sein: der Rückweg war deutlich beschwerlicher als der Hinweg. Und so kam es, dass am nächsten Morgen fast jeder über Muskelkater in den Armen klagte. Doch ich hole zu weit aus. Denn noch am Montagabend begaben wir uns mit der 8a auf eine Nachtwanderung, bei der die Lehrer erfolglos versuchten, uns zu erschrecken, indem sie mit Taschenlampen aus dem Gebüsch sprangen oder eine Gruselgeschichte erzählten.
Am nächsten Morgen wachten wir gerädert vom Paddeln und der Nachtwanderung auf. Dennoch ging es gleich nach dem Frühstück hinaus in den Wald, wo wir uns auf eine GPS-Suche begaben, welche wir nach dem Mittagessen fortsetzten. Als schließlich jedes Team seine Umschläge gefunden hatte, bargen wir gemeinsam die Schatztruhe und knackten das Schloss, indem wir durch richtiges Beantworten der Fragen Rechnungen lösten. Im Inneren befanden sich für alle Teilnehmer Gummibärchen. Geschafft davon, 4,5 Stunden kreuz und quer durch den Wald zu laufen, dachten wir, dass wir fertig wären.
Doch leider – oder besser: freudigerweise – erwartete uns noch ein Spiel: NASA. Hier traten beide Klassen gegeneinander an. Wir wurden in zwei Gruppen geteilt und unsere Aufgabe lautete, Raumschiffe für unsere „Eierpiloten“ zu bauen, so dass sie einen Sturz aus dem 2. Stock überleben könnten. Nur ein Ei („Eiberhart“) aus der 8a überlebte. Nach dem Abendessen wartete noch das Lagerfeuer, bei dem wir uns das Geschehene noch einmal durch den Kopf gehen ließen. Morgen werden die Klassensprecher gewählt und dann heißt es wieder: Back to School!

(Johanna Münch)