„Let’s benimm“ - Freiherr von Knigge am JTG
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Das wird wohl nichts mehr!
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Adolph Freiherr von Knigge hätte es sich wohl nicht träumen lassen, dass sein 1788 erschienenes Werk „Über den Umgang mit Menschen" von der Thematik heute noch so aktuell ist wie vor 222 Jahren. Die P-Seminare im G8 bieten im Modul Berufs- und Studieninformation die Möglichkeit frühzeitig sich auf anstehende Vorstellungstermine für den Berufseinstieg vorbereiten zu lassen – denn die berüchtigten Fettnäpfchen lauern überall.
Gutes Benehmen ist für die Karriere unerlässlich.
Die Formel für den Erfolg lautet: 20% Fachkompetenz + 80% Sozialkompetenz.
Den praxisorientierten Workshop am JTG leitete souverän Frau Silke Buchner von der AOK Straubing. Folgende Themen wurden besprochen und vertieft:
- Für den ersten Eindruck gibt's keine zweite Chance.
- Knigge im Job.
- Der Dresscode ist kein Geheimnis.
- Small talk – nicht nur über's Wetter reden.
Die ersten Sekunden entscheiden darüber, ob sich zwei Menschen sympathisch sind oder nicht. In diese Zeit fällt auch die Begrüßung. Unter Geschäftspartnern reicht man sich die Hand - allerdings ohne sie zu schütteln. Der Händedruck sollte weder bärenstark noch lasch sein. Korrekte Begrüßungsformeln sind "Guten Morgen, Tag, Abend" anstelle von "Hey", "Na, wie isses?" oder "Tach auch!". Wer seinem Gegenüber dabei in die Augen schaut, drückt Interesse und Respekt aus.
Allerdings sollte man Kollegen auch beim Händedruck nie zu nahe kommen! Wer näher als 50 Zentimeter an einen Menschen heranrückt oder ihn berührt, erntet in der Regel nur Ablehnung. Denn er ist damit in die Intimsphäre des anderen eingedrungen. Distanz gilt zunächst auch bei der Anrede: Auch wenn in den meisten Unternehmen das Du als Anrede normal geworden ist - benutzen Sie es nie unaufgefordert! Das gilt sowohl für den Umgang mit Kollegen, ganz besonders aber gegenüber dem Chef. Er ist der Ranghöhere und muss auf den Mitarbeiter zukommen.
Generell gilt: Ist ein Dress-Code vorgegeben, dann sollte man sich auch an diesen halten. Dies bezieht sich sowohl auf Damen als auf Herren. Ein Banker ohne Krawatte – undenkbar!
Praktische Übungen zum Krawattenbinden, ob einfacher Knoten oder Windsorknoten, lockerten die Atmosphäre auf und zeigten Jungs und Mädchen, dass es noch einiges zu üben gibt.
Zum Abschluss des Workshops durfte eine sinnvoll gestaltete Lernzielkontrolle nicht fehlen, um das erworbene Wissen bzw. die erarbeiteten Kompetenzen noch einmal anwenden und reflektieren zu können.
Am Ende des gelungenen Nachmittagsmittags waren alle Teilnehmer in Fragen von Stil und Etikette um einiges an Wissen und Kompetenzen reicher.
Beck Karl, StD, Beratungslehrer und Mitarbeiter in der Schulleitung