Mit dieser (und weiteren Fragen) beschäftigten sich am vergangenen Donnerstag die Ethikschüler der 10. Klassen in einem Workshop mit Tim Holland-Moritz. Im Rahmen seiner wissenschaftlichen Arbeit an der Universität Regensburg fiel dem jungen Religionspädagogen auf, dass es nur wenig Forschung dazu gibt, wie Jugendliche über Sterben und Tod denken. Der Workshop gab den Fragen und Gedanken der Jugendlichen Raum und ermöglichte ihnen, diese auch im Unterricht behandelten Themen weiter zu vertiefen.

Zu Beginn wurden gemeinsam Gegenstände betrachtet, die im Zusammenhang mit dem Thema stehen bzw. aus dem Alltag des Bestatters kommen. Herr Holland-Moritz konnte dabei nicht nur informative, sondern auch praxisnahe Impulse aus seiner vergangenen Tätigkeit bei einem Regensburger Bestattungsunternehmen miteinbringen. Nach anfänglichem Zögern und Skepsis seitens der Schüler beteiligten diese sich rege bei einem sogenannten „Graffiti Walk“, wobei sie sich zu thematischen Statements und Fragen positionierten. Hier gab es spannende Gespräche und Diskussionen, beispielsweise zu der Frage, ob sie lieber das ‚Wann‘ oder das ‚Wie‘ des Sterbens wissen wollen würden.

Es zeigte sich, dass Jugendliche reges Interesse an Themen rund um Sterben und Trauer haben, und sie nicht nur Vorwissen, sondern auch persönliche Erlebnisse mit einbringen und spannende Fragen stellen. Der Workshop ermöglichte ihnen, über die vermeintlich ‚schwierigen‘ Themen Tod und Sterben zu sprechen, begegnete ihnen auf Augenhöhe und zeigte sich gerade deshalb als voller Erfolg.

OStRin Christina Meindl