
Seminarleiter Martin Wolf, Preisträger Kilian Preis, Schulleiterin Andrea Kammerer
Große Anerkennung für eine wissenschaftliche Leistung aus der Oberstufe: Im Rahmen des W-Seminars „Kreuz und Hakenkreuz – Kirche im Dritten Reich“ am Johannes-Turmair-Gymnasium wurde die Seminararbeit von Kilian Preis durch die Hauptabteilung Schule/Hochschule der Diözese Regensburg ausgezeichnet.
Die prämierte Arbeit mit dem Titel „Die Geschichte des Josef Blaim (Seelsorger im 2. Weltkrieg)“ widmet sich einem bislang wenig erforschten Kapitel der jüngeren Bistumsgeschichte. Unter der Betreuung von OStR Martin Wolf untersuchte der Schüler die Lebensgeschichte des niederbayerischen Priesters Josef Blaim (1912–1945), der während der Zeit des Nationalsozialismus sowohl als Geistlicher als auch als Soldat außergewöhnlichen Herausforderungen gegenüberstand.
Besonders hervorzuheben ist die intensive Quellenarbeit. Grundlage der Untersuchung waren unter anderem bislang unveröffentlichte Briefe aus Familienbesitz sowie weitere zeitgenössische Dokumente. Durch die sorgfältige Auswertung dieser Quellen gelang es dem Verfasser, ein eindrucksvolles Bild eines Menschen zu zeichnen, der unter schwierigen politischen und gesellschaftlichen Bedingungen seinem Glauben und seiner Berufung treu blieb.
Dabei wurde insbesondere die wissenschaftliche Herangehensweise, die gründliche Analyse der Quellen sowie den wichtigen Beitrag der Arbeit zur regionalen Kirchen- und Zeitgeschichte gewürdigt. Gleichzeitig verdeutlicht die Seminararbeit beispielhaft, wie Schülerinnen und Schüler im W-Seminar eigenständig wissenschaftlich arbeiten und neue Erkenntnisse gewinnen können.
Die Ehrung ist mit einem Preisgeld von 250 Euro verbunden und unterstreicht eindrucksvoll die hohe Qualität der wissenschaftspropädeutischen Arbeit am Johannes-Turmair-Gymnasium und zeigt, welchen wertvollen Beitrag engagierte Schülerinnen und Schüler zur historischen Forschung leisten können.
Die Schulfamilie gratuliert Kilian Preis herzlich zu diesem besonderen Erfolg.
