
Im Rahmen eines besonderen Vortragsvormittags begaben sich unsere Schülerinnen und Schüler auf eine faszinierende Reise nach Kampanien, eine der geschichtsträchtigsten Regionen Süditaliens. Die Veranstaltung richtete sich an Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 5 bis 12, die im Rahmen der Hochbegabtenförderung von den Lehrkräften Doris Kölnberger und Niko Schambeck besonders gefördert und gefordert werden.
Im Mittelpunkt des abwechslungsreichen PowerPoint-Vortrags von Frau StD a.D. Renate Markoff stand die antike Stadt Pompeji, die beim Ausbruch des Vesuvs im Jahr 79 n. Chr. unter einer gewaltigen Asche- und Gesteinsschicht begraben wurde. Gerade diese Katastrophe sorgte dafür, dass große Teile der Stadt außergewöhnlich gut erhalten blieben und heute einzigartige Einblicke in das Leben der Römer ermöglichen.
Die Präsentation überzeugte nicht nur durch anschauliche Bilder und interessante Hintergrundinformationen, sondern vor allem durch die außerordentliche Fachkompetenz der Referentin. Dank ihrer fundierten Expertise und ihres regelmäßigen Kontakts mit führenden Archäologen konnte sie neueste Forschungsergebnisse vorstellen, die zum Teil erst vor kurzer Zeit veröffentlicht wurden. Besonders die aktuellen Entdeckungen im Ausgrabungsbereich Regio IX stießen auf großes Interesse. Dort wurden in den vergangenen Jahren außergewöhnlich gut erhaltene Wandmalereien sowie bedeutende Hinweise auf den Alltag der Bewohner Pompejis, z.B. die „Ur-Pizza“, freigelegt. Besonders interessant waren der Einblick in moderne Ausgrabungsmethoden und auch die Ausführungen, wie das kulturelle Erbe für spätere Generationen geschützt werden kann.
Die beeindruckenden Bilder aus Kampanien sowie die spektakulären Neuentdeckungen machten deutlich, dass Pompeji auch fast 2.000 Jahre nach seinem Untergang nichts von seiner Faszination verloren hat. Der Vortrag zeigte eindrucksvoll, wie moderne Archäologie immer wieder neue Kapitel der Geschichte erschließt und unser Bild der antiken Welt erweitert. Die Ausführungen eröffneten den Teilnehmerinnen und Teilnehmern neue Perspektiven auf die Antike und könnten das Interesse an Geschichte, Archäologie und entsprechenden Reisezielen vertieft haben.
Doris Kölnberger, StDin
