„Ich hätte auch gerne einen Halbtagsjob bei vollem Gehalt!“ – mit diesem bekannten Vorurteil über den Lehrerberuf setzten sich die Lehramtsbotschafter des Projekts „VOR ORT – Zukunft prägen. Lehrer/-in werden!“ am Johannes-Turmair-Gymnasium auseinander. In einem lebendigen Vortrag informierten sie die Schülerinnen und Schüler der Q12 über die vielfältigen Möglichkeiten und Herausforderungen des Lehrerberufs.

Schulleiterin OStDin Andrea Kammerer begrüßte die Referenten sowie die Zuhörer herzlich. Besonders hob sie den Perspektivenwechsel hervor, den der Lehrerberuf mit sich bringt. Als Lehrkraft lerne man die Schule noch einmal von einer ganz anderen Seite kennen.

Zu Gast am Johannes-Turmair-Gymnasium waren fünf Lehramtsbotschafter verschiedener Schularten: Frau Sara Walden (Realschule), Herr Rafael Männer (Gymnasium), Herr Michael Stadler (Sonderpädagogik), Herr Roland Venus (Mittelschule) und Frau Daniela Maierhofer (Berufsschule). Sie berichteten anschaulich und unterhaltsam aus ihrem Berufsalltag.

Das vom Bayerischen Kultusministerium initiierte Projekt soll junge Menschen für den Lehrerberuf begeistern und einen authentischen Einblick in Studium, Ausbildung und Berufsalltag geben.

Bereits zu Beginn wurden die Schülerinnen und Schüler aktiv eingebunden. Mithilfe des digitalen Tools Mentimeter beantworteten sie die Frage, was sie am Lehrerberuf attraktiv finden. Die dabei gesammelten Begriffe zeigten, welche Aspekte sie besonders mit dem Beruf verbinden. Am häufigsten wurden „Ferien“, „Verbeamtung“, „Arbeit mit Jugendlichen“ und „Gehalt“ genannt.

Die Botschafter zeigten anschließend die vielen Facetten des Berufs auf: kreatives Arbeiten, Freiheiten im Rahmen des Lehrplans, täglich neue Herausforderungen, Arbeit mit Kindern bzw. Jugendlichen sowie vielfältige Fortbildungs- und Auslandsmöglichkeiten. Herr Männer verglich den Lehrerberuf mit einem Bergsteiger, der Orientierung und Hilfestellung gebe und gleichzeitig große Verantwortung trage. Auch die Sicherheit des Berufs in Krisenzeiten wurde thematisiert.

Im zweiten Teil erhielten die Jugendlichen Informationen zu Studium, Staatsexamen und Referendariat. Zudem wurden die Besonderheiten der einzelnen Schularten vorgestellt. Während sich Gymnasium, Realschule und Berufsschule in vielen Bereichen ähneln, ermöglicht das Klassenleiterprinzip an Mittel- und Förderschulen eine besonders intensive pädagogische Arbeit.

Mit interaktiven Elementen wie einem Kahoot-Quiz und persönlichen Erfahrungsberichten gelang es den Lehramtsbotschaftern, das Interesse der angehenden Abiturientinnen und Abiturienten zu wecken und ein modernes und vielseitiges Bild des Lehrerberufs zu vermitteln.

StRin Andrea Angermeier