Ganz nach dem Motto „Nicht für die Schule, sondern für das Leben lernen wir“ begaben sich die Schülerinnen und Schüler des Leistungsfachs Latein der Q12 auf eine kulinarische Reise in die Antike. Anlass für dieses besondere Projekt war die Lektüre der „Cena Trimalchionis“ aus Petrons Satyricon, die im Halbjahr 12/2 behandelt wurde. Die berühmte Schilderung eines üppigen römischen Gastmahls weckte die Neugier darauf, die antike Esskultur nicht nur theoretisch kennenzulernen, sondern selbst zu erleben.

Arbeitsteilig bereiteten die Schülerinnen und Schüler verschiedene Speisen zu, die schon vor rund zweitausend Jahren auf römischen Tischen gestanden haben könnten. Den Auftakt bildete ein Legionärsbrot mit einem würzigen Feta-Aufstrich, gefolgt von einem erfrischenden Melonensalat mit Minze. Als Hauptgericht wurden Spaghetti nach römischem Rezept serviert.

Auch an süßen Speisen mangelte es nicht: Die selbstgemachten Globuli – köstliche Quarkbällchen nach antikem Vorbild – sowie römische Pfannkuchen rundeten das Menü ab und fanden großen Anklang.

Während geschnippelt, gerührt, gebacken und gekocht wurde, stand nicht nur die Auseinandersetzung mit der Antike im Mittelpunkt, sondern auch das praktische Lernen. Teamarbeit, Organisation und grundlegende Kochfertigkeiten waren gefragt. Dabei hatten alle Beteiligten viel Spaß und genossen die gemeinsame Arbeit in der Schulküche.

Vielleicht wurden an diesem Nachmittag nicht nur die Kenntnisse über die römische Kultur vertieft, sondern auch wichtige Grundlagen für die erste Zeit nach dem Schulabschluss gelegt. Denn wer gemeinsam ein mehrgängiges Menü zubereiten kann, wird auch im Studium oder in der ersten eigenen Wohnung beim Thema Verpflegung bestens gerüstet sein.

Fazit: Ein gelungenes Projekt, das gezeigt hat, dass Latein weit mehr ist als Grammatik und Übersetzungen – und dass man manchmal tatsächlich sagen kann: Non scholae, sed vitae discimus!

 

Doris Kölnberger, StDin

Kursleiterin Leistungsfach Latein