
Am 23.03.2026 besuchte die Klasse 9b des Johannes-Turmair-Gymnasiums im Rahmen des Geschichtsunterrichts die KZ-Gedenkstätte Dachau. Ziel der Fahrt war es, sich vor Ort mit der Geschichte des Nationalsozialismus und den Verbrechen in den Konzentrationslagern auseinanderzusetzen. Zu Beginn der Führung erhielten wir einen Überblick über die Entstehung des Konzentrationslagers und seine Funktion im NS-Staat. Dabei wurde deutlich, dass Dachau das erste Konzentrationslager war und als Vorbild für viele weitere Lager diente. Allerdings diente es nicht als Vernichtungslager. Schon die ersten Informationen waren sehr bedrückend und machten deutlich, wie systematisch die Nationalsozialisten Menschen entrechteten und misshandelten. Im Verlauf des Rundgangs besichtigten wir verschiedene Bereiche der Gedenkstätte, darunter ein Denkmal, die ehemaligen Baracken, das Lagergefängnis, aber auch die Verbrennungsanlage, wo die Amerikaner damals, am Ende des Krieges, auf viele Leichen stießen. Besonders eindrucksvoll war es, die engen und kargen Unterkünfte zu sehen, in denen die Häftlinge unter unmenschlichen Bedingungen leben mussten. Auch Fotos zeigten das Ausmaß des Leidens anschaulich. Während des Besuchs wurde uns bewusst, wie wichtig es ist, sich mit dieser dunklen Vergangenheit auseinanderzusetzen. Der Ort selbst hinterließ einen sehr starken Eindruck, weil man sich das Leben der Gefangenen dort viel besser vorstellen konnte als nur im Unterricht oder im Schulbuch. Am Ende des Besuchs waren wir uns einig, dass die Exkursion nach Dachau eine sehr wichtige und lehrreiche Erfahrung war. Sie zeigte uns nicht nur die Grausamkeit des NS-Regimes, sondern auch, wie bedeutend Erinnerung und Aufarbeitung für die Gegenwart sind.
Rafael Aich, Klasse 9b
