Portrait JTG

von Donau TV

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Übertritt 2019

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Schule ohne Rassismus Logo

Natur & Umwelt machen Schule

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MINT-freundliche Schule

Mint Symbol

Schulbroschüre

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Termine

02.12.18 - 07.12.18

Skilager I
Klassen 6bd

03.12.2018 - Montag

Elternabend 10. Jahrgangsstufe
19:00 Termine für die Berufswahl (Hr. Silberbauer, Berufsberater)
19:15 Information über Q-Phase (OSK)
20:15 Klassenelternabend

06.12.2018 - Donnerstag

Bewerbertraining Q11
Sparkasse/AOK

08.12.2018 - Samstag

Öffentliche Führung in der Alten Bibliothek
Keine Voranmeldung erforderlich!

09.12.18 - 14.12.18

Skilager II
Klassen 6ace

13.12.2018 - Donnerstag

Bewerbertraining Q11
Sparkasse/AOK

17.12.2018 - Montag

Weihnachtskonzert
ACHTUNG! TERMIN VORVERLEGT!!
Karmelitenkirche, 19.00 Uhr

20.12.2018 - Donnerstag

Theaterfahrt: MACBETH
DEG Stadthalle;
alle Englisch-Schüler der Q11 und Q12

21.12.2018 - Freitag

Vorweihnachtliche Gottesdienste
8:15-9:00 Kl. 8-10 (u. evtl. OS)
9:15-10:00: Kl. 5-7

 

 

Ein Original verlässt das „Turmair“

 

herrlohr1„Des kriag‘ ma scho!“ war einer der meistgehörten Sätze im Vorfeld von Elternabenden, Vorträgen, Schulfesten, Schulleiter-Verabschiedungen und -Begrüßungen oder Absolviafeiern am Johannes-Turmair-Gymnasium – zumindest, wenn man sich an Dieter Lohr, unseren langjährigen Hausverwalter, wandte. Mochten andere sich nervös fragen, ob der Beamer auch wirklich funktioniert, die erforderlichen Pinnwände in ausreichender Zahl zur Verfügung stehen, die Tribünen in der Turnhalle ausgefahren sind, alle Stühle sich in Reih und Glied befinden oder die Beleuchtung in der Aula wieder funktioniert – mit seiner angenehm unaufgeregten und immer gut aufgelegten Art gelang es „unserem Dieda“ (wie er von seinen Kollegen in der Lehrerschaft, den Damen in Sekretariat und Mensa sowie auch von der Schulleitung liebevoll genannt wird) bald sämtliche Zweifel und Bedenken vollständig zu zerstreuen. Und er hatte Recht: Alles lief glatt, wenn Dieter Lohr die Regie führte! Kaum eine Veranstaltung am JTG, die ohne ihn über die Bühne gegangen wäre – gelenkt von seiner „Schaltzentrale“, dem „Hausmeisterkammerl“, aus. Dort war Herr Lohr immer anzutreffen, wenn ihn sein unermüdlicher Dienst einmal nicht durch die weitläufigen Anlagen von Schulgelände und Sportplatz oder die Gänge von Haupthaus, Neu- und Anbau streifen ließ oder sein Einsatz in den „Turmair-Katakomben“ der Dreifachturnhalle und im Heizungsraum erforderlich war. Im „Kammerl“ war sein Reich, das – zumindest meines Wissens nach – kein Uneingeweihter (ob Schulleiter, Objektbetreuer oder Chef des städtischen Gebäudemanagements) jemals betreten hat. Und wenn doch?! Er wäre von der Vielzahl der hier lagernden Werkzeuge, Gerätschaften und Arbeits- sowie Alltagsutensilien, die Herr Lohr im Laufe der Jahre dort in Schränken, Schubladen und Regalen gesammelt hatte, so verwirrt, dass er gerne wieder auf Dieters ganz persönliches „Ordnungssystem“ zurückgegriffen hätte. Tatsächlich dauerte es nämlich selten länger als fünf Minuten, bis er aus seiner Schatzkammer zielgenau und treffsicher die passende Schraube, das gewünschte Leukoplast oder eine dringend notwendige Zange zutage förderte und eine Lösung des größeren oder kleineren Problems im Schulalltag in greifbarer Nähe lag. „Hab‘ i alles im Kopf“, antwortete er einmal auf den verdutzten Gesichtsausdruck eines Mitglieds des Technikteams, dem Herr Lohr mit einer schnellen Handbewegung den passenden Stecker reichte – und damit in letzter Minute die Aufführung eines Schulmusicals „rettete“. Zugleich tippte er sich wie so oft mit verschmitztem Grinsen an seine verwaschene Schirmmütze (von denen er gleich mehrere Exemplare in seiner Werkstatt lagerte). Diese Käppis, seine Karohemden und ein grauer Kittel sowie ein monströser Schlüsselbund – manchmal auch (bei der großen Absperr-Runde am Ende eines Schultags) ein überdimensional großer Kopfhörer, aus dem Heavy Metal-Klänge zu vernehmen waren – zählten zu Dieters Grundausstattung, die ihn über die Jahre zu einer echten „Turmair-Marke“ machten. Nicht selten war es der Fall, dass einmal durchs Haus geführte Gäste sich noch nach Jahren an Dieters Erscheinungsbild erinnerten und wieder zurück an unserer Schule erfreut reagierten: „Den kenn‘ ich – ein echtes Original!“ Selbst der Ministerialbeauftragte oder Lehrkräfte von ausländischen Schulen konstatierten erfreut den sympathischen Wiedererkennungswert unseres Hausverwalters: „Ein Hausmeister wie er im Buche steht!“
Dabei war ihm seine Tätigkeit als Verwalter eines Gymnasiums alles andere als in die Wiege gelegt worden: Bevor Herr Lohr am 18.06.2001 seinen Dienst am JTG antrat, war er in einem ganz anderen Bereich tätig. Nach einem begonnenen Studium der Landespflege in Weihenstephan und einer Ausbildung zum zertifizierten Abfall- und Umweltberater betreute er in seinen beruflichen Anfangsjahren bei der Arbeiterwohlfahrt im Rahmen des Projekts „Ökomobil“ über einen Zeitraum von 16 Jahren als Fachanleiter schwererziehbare Jugendliche in der Umweltarbeit.
Diese Tätigkeit, die der gebürtige Geiselhöringer ebenso mit Leib und Seele ausfüllte und von der er manchmal auch gern erzählte, sowie die dort gesammelten Erfahrungen und Fertigkeiten sowohl in praktischer Hinsicht als auch im Umgang mit Menschen konnte er für seinen Dienst am JTG gut nutzen, und sie wurden zum Gewinn für die gesamte Schulfamilie: In keiner Absolviarede fehlte ein Dank für das außergewöhnliche Engagement von Herrn Lohr, der unseren Schülern über die Jahre ihrer Gymnasialzeit hin zum Ansprechpartner in großen und kleinen Sorgen und Nöten, zur Bezugsperson und zum freundschaftlichen Begleiter im schulischen Alltag wurde. Die Kleinen verloren schon nach wenigen Tagen ihre Scheu und fragten unbekümmert nach verlorenen Sportbeuteln oder Putzlappen für ausgeschüttete Limoflaschen oder reklamierten den defekten Getränkeautomaten; die Großen wussten Dieters Unterstützung bei der Durchführung ihrer Abistreiche und seine Diskretion bei „verunglückten“ Aktionen im Oberstufenzimmer zu schätzen. Schulleitung, Sekretariat und Lehrkräfte waren sich überaus dankbar dessen bewusst, dass Herrn Lohrs immer hilfsbereites und zupackendes Wesen alles andere als eine Selbstverständlichkeit darstellt: Die Kurzwahl „50“ ist die wohl meistgewählte Nummer in der hauseigenen Telefonanlage.
Allen Mitgliedern der Schulfamilie ist klar: Hans-Dieter Lohr hinterlässt in unserem Gymnasium als Hausverwalter, „guter Geist“, geschätzter Kollege und Freund große Fußstapfen.
Für die Zeit seines Ruhestandes – allein das Wort lässt schmunzeln, wer unseren Dieter kennt – wünschen ihm Schulleitung und Sekretariat, alle Mitglieder des Lehrerkollegiums sowie die Teams von Mensa und Ganztagesbetreuung und nicht zuletzt Generationen von dankbaren Schülern mit ihren Eltern vor allem viel Gesundheit und Kraft, um all die Dinge gemeinsam mit seiner Familie verwirklichen zu können, die ihm wichtig (und im Arbeitsalltag bisher zu kurz gekommen) sind.
Lieber Dieter, „du bist Tumair“! Wir freuen uns immer, wenn du – neben ausgedehnten Spaziergängen und Bergwanderungen, Reisen mit eurem Wohnmobil, Besuchen bei deinen Kindern und vielem mehr – die Zeit findest, wieder mal bei uns vorbeizuschauen, um an deiner Schule „nach dem Rechten zu sehen“!
Markus Sabinsky, StD