Portrait JTG

von Donau TV

videopic2

Schulbroschüre

broschuerejpg Seite 1

 

Termine

09.07.2018

Sommerkonzert

10.07.18 - 12.07.18

Probentage US-Theater

12.07.2018

14:30 - 16:00 Begegnungsnachmittag neue Fünftklässler

19:00 Unterstufen-Theater

16.07.18 - 20.07.18

Betriebs-/Sozialpraktika (10. Jgst.)

20.07.2018

Dies Latinus - 6. Klassen

20.07.18 - 25.07.18

Tönning-Fahrt (7. Jgst.)

26.07.2018

Mannschaftsspieletag

27.07.2018

Ausgabe der Jahreszeugnisse u. Zeugnisse über AA 11/2

 

Natur & Umwelt machen Schule

logoumweltschule

MINT-freundliche Schule

Mint Symbol

Gäubodenkräuter

 

Im Rahmen des P-Seminars Biologie mit dem Thema: „Woid Menü - Essen aus dem Wald“ besuchte ein Kurs von 10 Schülern der Q11 mit der Lehrkraft OStR Ederer die Gäubodenkräuter GmbH & Co. KG. Dieses Vorhaben sollte den Schülern einen Einblick in die Weiterverarbeitung von regionalen Kräutern geben. Dabei wollte man sich inspirieren lassen für das Projektziel, ein Menü aus regional im Wald wachsenden Zutaten zusammenzustellen und dieses bei einer Übernachtung im Wald zuzubereiten.
Nach einer kurzen Begrüßung durch einen der Geschäftsführer erfuhren die Schüler von der Geschichte der Firma und wie sie von der Gründung 1987 durch einige Probleme hindurch zu dem geworden ist, was sie heute auszeichnet. Außerdem wurde die Gruppe von Schülern, im Schatten der großen Ernte- und Transportfahrzeuge vor der Sonne geschützt, über die Produktions- und Verkaufsmethoden informiert. Nach der Begrüßung folgte eine Führung durch die Trocknungsanlage, wobei die Schüler unter belastender Hitze feststellten, dass die Kräutertrocknung und Verpackung ein hoch komplizierter, aber zugleich faszinierender Prozess ist. Sei es im Voraus der sogenannte Hygieneraum, wo man Schutzkleidung bekam oder eine der vielen Maschinen, wie die Luftfilteranlage, die Homogenisierungsanlage oder die enormen Schnittmesser für die Zerkleinerung von zum Beispiel Petersilie oder Sauerampfer, die gesamte Anlage war beeindruckend. Auch über Leitern ging die Erkundung an heißen Metallkästen vorbei, aus denen riesige Fließbänder herauskamen. In den Siebanlagen konnte das Kräuterschnittgut getrennt werden - schwer von leicht und lang von kurz.
Mit einem in der gesamten Produktionsanlage installierten Staubsauger-System können Kräuterreste effektiv beseitigt werden, bevor eine neue Kräutersorte verarbeitet werden soll und in das Fließbandsystem eingespeist wird.
Gegen Ende der Exkursion bekam man noch einen Einblick in das Lager der Firma, wo sich generelles Staunen ausbreitete, da man nicht mit so einer riesigen Lagerhalle gerechnet hatte. Insgesamt fanden nämlich ungefähr 1400 Paletten, fein säuberlich mit Kräuterpaketen beladen, in der Halle ihren Platz. Um nicht den Überblick zu verlieren, nutzen die Mitarbeiter ein hauseigenes System, bei dem jedes Paket einen eigenen Strichcode mit Beschriftung bekommt. Des Weiteren trennte den Verarbeitungsbereich mit dem Lager eine äußerst dicke Schiebetür, wodurch dieser Aufbewahrungsraum eine deutlich angenehmere Temperatur aufwies, was alle Beteiligten als angenehm empfanden.
Gegen Ende der eineinhalbstündigen Veranstaltung erkundigte sich der Betreiber noch nach Verbesserungsvorschlägen von der Gruppe und stellte sich den Fragen. Ein hier noch angesprochenes Thema war das Problem des Nachwuchses, denn nur wenige junge Leute interessieren sich für dieses Berufsfeld, obwohl dieses einen sehr wichtigen Anteil am Arznei- und Lebensmittelmarkt darstellt. Abschließend durfte jeder der Beteiligten wieder den Schutzanzug ablegen und sich noch ein Paket mit Kräutern aussuchen.

Nico Streuf, Q11 und OStR Ederer, Leiter des P-Seminars „Woid Menü“