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Schulbroschüre

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Termine

Fr, 18.11.2022

Bundesweiter Vorlesetag
 
Mo, 28.11.2022
1. Sitzung des Schulforums
 
Mi, 30.11.2022
5. Jgst.: Autorenlesung Frank Schwieger (5abc)
 
04. - 09.12.2022
Skilager (6. Jgst.) - Gruppe I (6ac)
 
11. - 16.12.2022
Skilager (6. Jgst.) - Gruppe II (6bd)
 
Di, 13.12.2022
3. Informationsveranstaltung Q12
 
Fr, 16.12.2022
P-Seminar "Schnuppertag Französisch (7. Jgst.)"
 
Mi, 21.12.2022
Vorweihnachtliches Konzert
Neue Aula
 
Do, 22.12.2022
Zaubershow für die Unterstufe
Vortrag "Strafvollzug" - 10. Jgst. Ethik 10:30 - 12.00
 
Fr, 23.12.2022
Vorweihnachtliche Gottesdienste
 

 

 

„Wir sind alle Menschenkinder“

 

Weit über dreihundert Besucher fanden sich letzten Donnerstag an einem lauen Sommerabend im bunt bewachsenen Garten des Turmair-Gymnasiums ein, um nach zweijähriger Corona-Pause wieder einem Konzert zu lauschen. Die „Serenade im Schulgarten“ sei „eine Premiere“, so Direktorin Andrea Kammerer, der die Freude ins Gesicht geschrieben stand. Als „Geschenk“ bezeichnete sie es, dass die Veranstaltung in diesem wunderschönen Ambiente stattfinden könne.
Mit strahlenden Gesichtern eröffneten die Sänger der Unterstufe den musikalischen Sommerreigen, indem sie sowohl Buntes als auch Besinnliches boten: Mit dem Song „Der geteilte Zauberlehrling“ setzte die Chorklasse 5 einen witzigen Auftakt. Feierstimmung verbreiteten die Fünft- und Sechstklässler gemeinsam mit der „Party auf dem Meeresgrund“. Passend zum Zeitgeschehen wiederum sang die Chorklasse 6 den aktuellen Hit „Wir sind alle Menschenkinder“ mit seiner völkerverbindenden Message: Der in Berlin geborene Singer-Songwriter Adel Tawil, Sohn nordafrikanischer Eltern, war mit diesem Lied erst im Februar bei der Friedenskundgebung „Sound of Peace“ in seiner Heimatstadt aufgetreten. Nachdenklich stimmte auch der Popsong „Beautiful People“ (Ed Sheeran) mit seiner klaren Absage an den oberflächlichen und dekadenten Lebensstil der Schickeria. Die Chorklasse 7 verlieh diesem Lied durch entsprechende Requisiten sogar einen szenischen Touch und verabschiedete sich mit der eingängigen Ballade „You Raise Me Up“.
Als Solist am Klavier glänzte dann der Achtklässler Artur Weide: Technisch souverän, musikalisch überzeugend und ganz selbstverständlich auswendig begeisterte er mit zwei Stücken aus dem Genre Filmmusik, „Dangerous“ von David Guetta und dem bekannten „Pirates of the Caribbean“.
Bekannt kam vielen auch das ein oder andere der dargebotenen Orchester-Stücke vor: Antonín Dvořáks „Furiant“, der Slawische Tanz op. 46 Nr. 8, ist vom Komponisten selbst als Klavierstück zu vier Händen ebenso wie als Orchesterwerk konzipiert und entsprechend häufig zu hören. Das JTG-Ensemble unter Leitung von Susanne Schlögl verlieh dem hier charakteristischen Wechsel zwischen Zweier- und Dreiertakt schwungvollen Ausdruck. Mitgerissen wurden die Zuhörer auch von Jacques Offenbachs „Höllen-Cancan“, der sich längst unabhängig von seinem ursprünglichen Kontext, der Operette „Orpheus in der Unterwelt“, etabliert hat. Eher besinnlich wirkte demgegenüber Ludovico Einaudis „Experience“, bei dem Lisa Käufl an der Harfe und Viktoria Eckl am Klavier brillierten.
Nach der Pause zog die Percussion-Gruppe mit bunten Boomwhackers durchs Publikum auf die Bühne. Durch ein Höchstmaß an Konzentration und Koordination begeisterte sie mit zwei von Ensemble-Leiterin Verena Hieber gekonnt arrangierten Songs, dem 80er-Jahre-Hit „Live Is Life“ und dem aus der Muppet-Show vertrauten „Manamana“ von Piero Umiliani.
Das Vokalensemble unter Susanne Schlögl spannte schließlich einen weiten Bogen vom traditionellen Spiritual („Kum Bah Yah“) über das Renaissance-Madrigal („Come Again“ von John Dowland) bis zu modernen Kompositionen: So geht das israelische Lied „Hinematov“ („Siehe, wie gut“), welches die menschliche Gemeinschaft feiert, zwar ursprünglich auf einen biblischen Psalm zurück, wurde aber vom JTG-Chor in der Version des zeitgenössischen Komponisten Wolfram Buchenberg (geb. 1962) dargeboten. Die jungen Chormitglieder erwiesen sich hier, zusammen mit den Flötistinnen Anna-Sophia Haban und Isabell Schneitl, als musikalische Gemeinschaft, die perfekt aufeinander hört und exakt der Intention ihrer Leiterin folgt. Den Wert jedes Individuums im Miteinander der „Menschenkinder“ stellt wiederum der Song „This Is Me“ aus dem aktuellen Film „The Greatest Showman“ heraus: „Ich bin gut, so wie ich bin“, lautet die Botschaft dieses inspirierenden Hits, bei dem die Abiturientin Luise Wenzl als Solo-Sängerin begeisterte.
Einen wahrlich passenden Abschluss dieser sommerlichen Serenade bildete der Abba-Song „Thank You For The Music“, den Vokalensemble und Orchester gemeinsam musizierten. Langanhaltender Applaus belohnte die jungen Musiker, unter ihnen einige Abiturientinnen, die es sich nicht nehmen ließen, auch nach dem offiziellen Ende ihrer Schulzeit mit Leidenschaft an diesem besonderen Konzert mitzuwirken. Die Schulleiterin bedankte sich bei allen aktiven Schülerinnen und Schülern sowie den beiden Ensemble-Leiterinnen Susanne Schlögl und Verena Hieber: Weil erst im Laufe des zweiten Schulhalbjahres allmählich wieder reguläre Probenarbeit möglich geworden sei, hätten alle Beteiligten Außerordentliches geleistet. Ausdrücklich belobigt wurde auch das Turmair-Technik-Team um Maximilian Stutz (Q11), dessen professionelle Arbeit entscheidend zum Gelingen des Konzerts beigetragen habe.
Birgit Mania